Comeback nach über 40 Jahren/ Morgen Abend im Kaiserstühler: "Papa-Heiner-Band" live on Stage

Nach über 40 Jahren war es vor einigen Wochen soweit: „Papa-Heiner-Band“ live on stage, würde es heute wohl neudeutsch heißen. Die Menschen strömten in den „Kaiserstühler“, das Revival-Konzert mit den Rustern Musikern Hermann und Bertold Scherer sowie Stefan Künzie fand so großen Anklang, dass heute Abend (5.11.) ab 20.30 Uhr im „Kaiserstühler Hof“ eine Neuauflage stattfindet. Dauer: „Getanzt wird, bis keiner mehr kann“.

Nach 40 Jahren können es die „zwei Musiker und der Schlagzeuger“ (Musikerwitz von Bertold Scherer) immer noch, das beweisen sie nach intensiver Probenarbeit von drei Monaten. Die Hits von damals laufen flüssig und perfekt. „Die kleine Kneipe“, die einst Peter Alexander trällerte oder „Tränen lügen nicht“ von Michael Holm damals geschmachtet: Hermann Scherer an den Keyboards, Stefan Künzie an der Gitarre und Bertold Scherer am Schlagzeug haben nichts verlernt. Und sie erinnern sich zurück an ihre aktive Zeit als Ruster Haus- und Hofband bei allen Anlässen. Die beiden Scherer-Brüder wohnen als Nachbarn neben dem „Kaiserstühler“ und so wird der damalige Wirt zum Namensgeber für die Drei-Mann-Kapelle: „Papa Heiner“. Die jungen Männer in den Schlaghosen und den langen Haaren haben zwischen 1975 und 1978 ihre aktivste Zeit. Im Jahr 1976 treten sie bei 59 Anlässen auf. Im „Kaiserstühler“ in Rust allein bei 14 Veranstaltungen wie bei Hochzeiten, beim Ostertanz oder dem Keglerball, aber auch in Windschläg als Hauskapelle der dortigen Narrenzunft. Viel haben sie erlebt bei ihren Reisen durch die Ortenau. Darunter auch eine Hochzeit, wo Bräutigam und Braut zwei unterschiedliche Kapellen bestellt hatten oder das erste Ruster Straßenfest, wo die Band natürlich auch dabei war. Vor und nach der Papa-Heiner-Zeit waren die drei Musiker in den unterschiedlichsten Kapellen und Bands tätig. Bertold Scherer machte sich in der Gegend auch einen Namen als „d´ Feger“, einer kabarettistischer Figur.
Beim ersten Auftritt hat die Papa-Heiner-Band für musikalische Projekte der Freiburger Straßenschule 450 Euro mit dem Hut gesammelt. Aus einem Projekt entwickelte sich die Band „Tunnelblick“, die 2015 von der Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit / Streetwork als bestes Modellprojekt ausgezeichnet wurde.