Erzbischof em. Dr. Zollitsch begrüßt Jugendgruppe aus seiner Heimat: Deutsch-Serbische Freundschaft im Europa-Park

Völkerverständigung und serbische Kultur sind am Montag, den 8. Juni 2015 für Deutschlands größten Freizeitpark im Mittelpunkt gestanden. Eine serbische Jugendgruppe aus der Gemeinde Filipowa, dem Geburtsort des emeritierten Erzbischofs Dr. Robert Zollitsch, präsentierte traditionelle Tanz- und Gesangseinlagen aus ihrer Heimat. Der Alt-Erzbischof Zollitsch hatte diese Jugendbegegnung 2013 initiiert.

Die Kinder- und Jugendgruppe „Kud Marko Oreškovi?“ aus der serbischen Gemeinde Filipowa hat am Montagabend im Europa-Park heimische Folklore vorgeführt. Auf der Bühne im Italienischen Themenbereich präsentierte die 16-köpfige Gruppe serbische Gesangs- und Tanzeinlagen und gab damit den Gästen einen eindrucksvollen Einblick in die serbische Kultur und Tradition. „Dieser interkulturelle Austausch und das Kennenlernen beider Völker erfüllt mich mit Stolz“, sagte der Initiator des deutsch-serbischen Projekts, Dr. Robert Zollitsch. Der emeritierte Erzbischof der Erzdiözese Freiburg hatte diese Jugendbegegnung anlässlich seines 75. Geburtstag am 9. August 2013 und der damit gegründeten Initiative „Glaube – Erinnerung – Zukunft“ ins Leben gerufen. Sie hat zum Ziel, den Frieden in Europa zu fördern, eine Annäherung zwischen beiden Völkern zu bieten und eine konkrete Begegnungsstätte für junge Menschen zu schaffen. „Wir freuen uns, der Kinder- und Jugendgruppe diesen Auftritt ermöglicht und einen wichtigen Anteil zur Völkerverständigung zwischen Serbien und Deutschland beigetragen zu haben“, sagte Europa-Park Inhaber Roland Mack. Während dem viertägigen Aufenthalt besuchte die Gruppe unter anderem das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm, die Stadt Freiburg und eine Schulklasse der katholischen St. Landolin Schule in Ettenheim. Außerdem konnten die Kinder und Jugendliche vor ihrem Auftritt den Europa-Park mit all seinen Attraktionen genießen.

Dr. Robert Zollitsch wurde als Volksdeutscher („Donauschwabe“) in Filipowa (Philippsdorf) im ehemaligen Jugoslawien geboren. Nach der Vertreibung und Flucht aus der Heimat kam die Familie 1946 nach Oberschüpf im Landkreis Tauberbischofsheim und damit in die Erzdiözese Freiburg.