Halbzeit: Elz-Renaturierung in Rust schreitet voran

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Über 150 Jahre lang floss die Elz schnurgerade durch das Oberrheintal. Seit dem Beginn der Renaturierungsmaßnahmen im Jahr 2010 bekommt sie nun schrittweise ihre Natürlichkeit zurück. Die Hälfte der vorgesehenen Arbeiten am Gewässer ist mittlerweile abgeschlossen. Während des Elz-Abschlages wurden im Uferbereich insgesamt 46 Buhnen, vorwiegend aus Douglasien-Holz, im Böschungsbereich eingebracht. Die künstlichen Hindernisse sollen dafür sorgen, dass unterschiedliche Zonen mit hoher und niedriger Fließgeschwindigkeit entstehen. Im „Stromschatten“ der Buhnen können so neue Habitate entstehen, in denen sich Tiere und Pflanzen ansiedeln. Das neue Wurzelwerk sorgt schließlich dafür, dass die bisher hoch problematische Ufererosion eingedämmt oder sogar ganz verhindert wird. Für die Gemeinde Rust hat die Maßnahme daher gleich mehrere positive Effekte: Neben dem ökologischen Gewinn sinken auf Dauer die Unterhaltungskosten für das Gewässer, da bis dato immer wieder Stützmaßnahmen an der Böschung erforderlich waren. Zusätzlich kann die Aufwertung des Gewässers dem Öko-Konto gutgeschrieben werden und als Ausgleich für weitere Entwicklungsmaßnahmen dienen. Entsprechend zufrieden zeigt sich Ranger Alexander Schindler: „Wir bringen eine einmalige Flusslandschaft wieder in einen naturnahen Zustand. Das ist nicht nur für die Tier- und Pflanzenwelt ein Gewinn, sondern auch für viele Naturliebhaber.“
Daten:
Kosten: 50.000 Euro
Strecke: 2 x 450 m Uferbereich bearbeitet
Buhnen: 4

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