Pole-Dance als Leidenschaft: Nadine Burghard aus Rust "hängt dann mal ab"

 „Ich häng´ dann mal ab“, ruft Nadine Burghard lachend beim Fototermin von der Straßenlaterne bei der Rheingießenhalle herab. Die 40-jährige Rusterin frönt einem besonderen Hobby: „Pole-Dance / Pole-Fitness“. Ein Sport, der immer mehr an Beliebtheit gewinnt und vielleicht irgendwann mal Olympia-Disziplin werden könnte.

Der „Stangentanz“ ist für manche immer noch eng mit schummrigen Bars im Rotlichtmillieu oder mit Table-Dance-Bars in Thailand verknüpft. Diese Zeiten sind längst vorbei. Für Nadine Burghard, verheiratet und Mutter eines Sohnes, ist es ein Sport für jede Frau und jeden Mann: egal wie alt, egal welches Fitness-Level. Beim Pole-Dance-Traning baut der Körper Woche für Woche die Muskeln immer mehr auf. Angefangen hat sie wie viele andere auch mit einem Schnuppertrainung im Studio „Tanzteufel“ in Emmendingen / Denzlingen. Aus dem Versuch wurde Leidenschaft, von den einfachen Tricks, Spins und Moves ging es bis zu einer einer kompletten Choreographie. „Es macht einen Riesenspaß eine Kunst zu erlernen, um seinen Körper und seinen Geist zu überlisten: Ja, ich kann das“, resümiert Burghard. Durch die Mischung aus Tanz und Akrobatik wird das Selbstbewusstsein gestärkt und man vertraut auf sich und sein Können. Und: „Man lernt sogar die zahlreichen blauen Flecken zu lieben, die wir auch liebevoll „Pole Kisses“ nennen“, verrät die hauptberufliche Betriebswirtin augenzwinkernd.
Inzwischen ist bei ihr viel mehr aus der Schnupperstunde im November 2013 geworden, sie unterrichtet jetzt seit Januar sogar Pole-Dance/Fitness im Studio „Tanzteufel“: „Es macht mir Freude den Mädchen und Frauen zu zeigen, wie toll sie sind, was sie selbst alles schaffen und erreichen können, und ich miterleben darf, wie ihr Selbstvertrauen und – bewusstsein von Stunde zu Stunde wächst und zunimmt“. Sportlich begeistert war sie schon immer: Seit fünf Jahren ist sie auch ausgebildete AROHA-Trainerin.
In der Pole-Community sind Leute jeglicher Herkunft, Hautfarbe, Alter oder Figur: Männer und Frauen, wobei es die Männer dann doch mehr zum Pole-Fitness zieht und die Frauen zum Pole-Dance.
In einer Schnupperstunde kann man bei den „Tanzteufeln“ und bei Nadine Burghard spüren, ob einem diese Sportart liegt. Man lernt sogar schon eine kleine Choreographie, die man zuhause zum Beispiel an einem Straßenschild oder einer Straßenlaterne vorführen kann. Sehr viele die in einer Schnupperstunde waren, melden sich danach zum Anfängerkurs an und werden leidenschaftliche Pole-Fans.
„Seit ich mit Poledance begonnen habe, fühle ich mich viel wohler und fitter in meinem Körper. Poledance ist das, was ich schon ein Leben lang machen wollte, ohne, dass ich es gewusst habe und nun, da ich es weiß, werde ich es noch mindestens die nächsten 30-40 Jahre machen“, sagt Nadine Burghard schmunzelnd zum Abschluß des Gesprächs.
Mehr Info über Pole-Dance / Fitness und das Tanzstudio: www.tanzteufel-poledance.com