Straßen und Gedenktafel: Erinnerung an Erich Spoth und Franz Mack


Die Gemeinde Rust hatte am Mittwochabend zu zwei Terminen eingeladen, die auf den ersten Blick thematisch nichts miteinander zu tun hatten: zur Enthüllung einer Gedenkwand für die Ehrenbürger und zum Spatenstich zum neuen Baugebiet „Ellenweg II“. Am Ende ging es bei beiden Anlässen in der Hauptsache um zwei Männer, die maßgeblich die Geschichte der Rheingemeinde beeinflusst haben: um Erich Spoth und Franz Mack.
Die beiden ersten Ehrenbürger der Gemeinde, die im Oktober 2010 (Franz Mack) und 2012 (Erich Spoth) verstorben waren, bekamen nun gleich zwei besondere Würdigungen posthum ausgesprochen. Zum einen sind sie auf der neuen Gedankwand der Ehrenbürger an der Einsegnungshalle für kommende Generation verewigt und zum anderen widmete der Gemeinderat zwei Straßen, die Erich-Spoth-Straße und die Franz-Mack-Straße, im neuen Baugebiet „Ellenweg II“ den beiden Männern.
Der Gemeinderat und die Familien der Verstorbenen trafen sich zuerst an der Einsegnungshalle, wo die Gedankwand noch verhüllt war. Bürgermeister Günter Gorecky begründete die Entscheidung des Gemeinderates, der für seine Ehrenbürger einen besonderen Ort der Erinnerung schaffen wollte. Die künstlerische und handwerkliche Ausgestaltung der Wand hat die Werkstätte für Steinbildkunst, Stefan Busch in Kappel-Grafenhausen übernommen. Mit Bronze und Stein hat Busch einen würdigen Ort des Gedenkens geschaffen. Martin Spoth, in Vertretung seines älteren Bruders Bertram, und Roland Mack duften die Wand enthüllen, auf der nun die Lebensdaten und das schöpferische Wirken von Erich Spoth und Frank verewigt sind. Erich Spoth war von 1961 bis 1989 Bürgermeister der Gemeinde. Der Unternehmer Franz Mack gründete 1975 den Europa-Park.
Nach einem kurzen Fußweg fand der zweite offizielle Akt statt, die Spaten für die sambolische Handlung des Baubeginns für das neue Baugebiet Ellenweg II standen bereits bereit. Man wunderte sich allerdings über zwei Straßenschilder, die in der jetzigen Phase schon provisorisch aufgestellt, aber verhüllt waren. Bürgermeister Günter Gorecky und Arno Linder von der Kommunalentwicklung erklärten das neue Baugebiet, das rund 1,4 Hektar groß ist. Insgesamt werden 12 Baugrundstücke darin ausgewiesen. Davon stehen drei Bauplätze für Geschosswohnbauten und zwei Bauplätze für Doppelhausbebauung zur Verfügung. Die restlichen Baugrundstücke dienen dem Bau von Einzelhäusern. Durch die Bebauung entstehen rund 32 Wohneinheiten und somit Wohnraum für 95 neue Einwohner.
Das Geheimnis um die verhüllten Straßenschilder lüftete Bürgermeister Günter Gorecky. Der Gemeinderat hat zwei Straßen den Ehrenbürgern der Gemeinde gewidmet. Martin Spoth und Roland Mack zeigten sich sichtlich überrascht über die weitere Ehrung ihrer Väter und enthüllten auch die Straßenschilder. Danach griffen Bürgermeister, Planer, Vertreter von Kommunalentwicklung und ausführender Firma und die Vertreter beider Familien zum Spaten und vollzogen den ersten symbolischen Spatenstich für das Baugebiet. Roland Mack dankte im Namen der Familie für die besondere Ehrung für den Vater Franz Mack. Mack und Spoth seien Menschen gewesen die Visionen in die Realität umgesetzt haben. Für die Familie Spoth bedankte sich Martin Spoth.

Interessant war die Wetterlage während den beiden Handlungen: Dunkle Wolken schoben sich am Himmel entlang, es war fast Nacht. Fast schien es so, als ob die beiden Ehrenbürger ein Wörtchen mit Petrus geredet hatten. Denn wer die beiden Ehrenbürger noch zu Lebzeiten gekannt hat, der weiß, dass sie in ihrer Bescheidenheit eine solch hohe Ehrung für ihr Lebenswerk nicht gewollt hätten.

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