Thomasmarkt in Rust war beliebter Treffpunkt / Neue Optik und erweitertes Programm kamen gut an

Hunderte Menschen waren am Donnerstag in der Hindenburgstraße beim diesjährigen Thomas- / Weihnachtsmarkt der Gemeinde unterwegs. Die Gemeinde Rust hatte viel Engagement in den letzten großen Ruster Treff vor Weihnachten investiert. Das äußere Erscheinungsbild des traditionellen Markts und auch das Programm waren grundlegend aufgehübscht worden. Das zahlte sich aus und Petrus sorgte dafür, dass man in diesem Jahr trocken und bei angenehmen Temperaturen über den Markt schlendern konnte. Groß war die Auswahl und wer noch ein Last-Minute-Geschenk suchte, der wurde leicht fündig.


Zum ersten Mal war der Thomasmarkt nicht ein buntes Sammelsurium aus Zelten und improvisierten Ständen. Die Gemeinde hatte die schönen Verkaufshäuschen der Stadt Kenzingen angemietet, die mit viel Einsatz vom Bauhof in der Hindenburgstraße positioniert wurden. Die Holzhäuser wurden zu moderaten Preisen an die Marktbeschicker vermietet. Beim Dorfbrunnen hatte man eine große Rundbogenbühne aufgebaut, denn das Programm des Marktes war umfangreich. Das Jugendorchester und der Grundschulchor unter der Leitung von Daniela Kindilide eröffneten den Programmreigen. Danach ging es Schlag auf Schlag: Der Nikolaus beendete seine Erdentournee auf dem Thomasmarkt und verschenkte Weckmänner, die Kinder durften kostenlos Karussell fahren, während sich die Erwachsenen bei einen kleinen Modenschau von Piccola Vetrina über ein paar Modetrends informieren konnten. Stimmungsvoll ging es mit der Gitarrengruppe „Saitenwind“ weiter.
Die alljährliche Weihnachtsverlosung des Gewerbeverbunds wurde in diesem Jahr um eine Versteigerung bereichert. An Kilwi hatten die drei Graffiti-Künstler David Rich aus Lahr, Tony Tuan Luong aus Offenburg und Simon Aves aus Ottenheim überdimensionale Werke geschaffen, die zugunsten der beiden sozial-caritativen Vereine „einfach helfen“ und „Santa Isabel“ versteigert wurden. Auktionator und Moderator war Bürgermeister Kai-Achim Klare, der um Gebote für die tollen Werke warb. stellten eindrucksvoll an großen Tafeln ihre Kunst und Sprühkopffertigkeit unter Beweis. Vier Werke, eines wurde von den drei Künstlern zusammen geschaffen, gingen für insgesamt 510 Euro über den Tisch.
Dem Bürgermeister oblag es auch bei der anschließenden Verlosung des Gewerbeverbunds die glücklichen Gewinner zu verkünden. Fast 5000 Teilnahmelose schütteten Rudolf Ebert, Silvia Kunzweiler und Kurt Schmidt vom Gewerbeverbund in den bereitgestellten Betonmischer. Glücksfee Hannah hatte viel zu tun: Über 40 Preise hatte der Gewerbeverbund und seine Mitgliedsbetriebe gespendet. Der erste Preis (Ruster Geschenkgutschein im Wert von 400 Euro) ging an Marina Rieger. Einen Handwerkergutschein mit 250 Euro gewann Maria Ohnemus. Der 150-Euro-Restaurantgutschein bekam Ingrid Erny. Alle drei Hauptgewinner stammen aus Rust.
Die Musikkapelle und der Männergesangverein umrahmten die Versteigerung und die Verlosung mit weihnachtlichen Weisen zum Mitsingen.
Die Marktbeschicker waren teilweise hocherfreut über die erwirtschafteten Ergebnisse, andere waren nicht so zufrieden. Ein „fliegender“ Textilhändler aus Müllheim machte seine Unzufriedenheit aber nicht am Marktgeschehen fest, sondern an der allgemeinen Entwicklung: „In der heutigen Zeit werden nicht mehr so viele Textilien auf einem Markt gekauft, früher war das ganz anders“.
In den späten Abendstunden nutzte man den Markt zum gemeinsamen Gespräch, trank zusammen einen Glühwein und genoss die weihnachtliche Atmosphäre im Ruster Dorfkern zu den Klängen der Gitarrengruppe „Saitenwind“.

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