Vogt Björn I. regiert in Rust: Empfang an der Bachbrugg / Gorecky und Klare kapitulieren

Das Spektakel sucht seinesgleichen im Land: Alljährlich am „Schmutzige Dunschdig“ wird in Rust von der Narrenzunft Hanfrözi ein Pfauenboot ins Wasser gehievt, mit dem zwei Mitglieder Fischerzunft den neuen närrischen Regenten zur „Bachbrugg“ transportieren. Dort wird er von seinen närrischen Untertanen aus Freude über den Beginn der heißen Phase der 5. Jahreszeit frenetisch bejubelt und empfangen.
In diesem Jahr meinte es Petrus gar nicht gut mit Narrenvogt Björn I. und so wirkten seine ersten Worte nach der Ankunft „weit war der Weg und stürmisch die Fahrt“ völlig realistisch. Der Weg des Vogtes wurde nämlich von Nieselregen begleitet. Das tat dem Erfolg der Veranstaltung allerdings keinen Abbruch: Hemdglunker, Rözihansele, Balthasarhexen, Fanfarenzug und die Ruster Musikkapelle waren durchs Dorf gezogen und pünktlich zur Ankunft des neuen Herrschers an der Elzbrücke. Traditionell verkündeten in weiter Ferne die traditionellen Fanfarensignale, dass es nun soweit ist: die Herrschaft des Bürgermeisters geht zu Ende. Moderiert wurde die Zeremonie von Hanfrözi-Zunftmeister Markus Schoch. Als das Pfauenboot im Scheinwerferkegel auftauchte wurde der Himmel über der Elz mit einem prächtigen Feuerwerk illuminiert. Vogt Björn I. manifestierte auch gleich in seiner Regierungserklärung, dass in Rust jetzt andere Gesetze herrschen würden. Heiterkeit, Frohsinn und die Narretei hätten in den nächsten Tagen oberste Priorität im Rözihansele-Dorf. Die Musikkapelle intonierte das Ruster Lied, alle sangen und schunkelten kräftig mit. Das war der Startschuss zur Erstürmung des Rathauses. Unter Vorantritt des Fanfarenzugs ging es zum Rathaus, wo sich Noch-Bürgermeister Günter Gorecky verschanzt hatte, in diesem Jahr wurde der Rathauschef vom Bald-Bürgermeister Kai-Achim Klare unterstützt. Aber auch zwei wackere Streiter konnten sich der großen Narrenmenge nicht erwehren. Als Vogt Björn I. auf dem Chefsessel des Rathauses Platz genommen hatte, flankiert von seinen Pagen, da kapitulierten Gorecky und Klare und rückten den Schlüssel zum Rathaus und damit auch zur Gemeindekasse raus. Die tollen Tage konnten beginnen. Weiter gefeiert wurde in der Rheingießenhalle, in den Gaststätten oder auf der Straße bis in den frühen Morgen.
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