Volksfestatmosphäre und bestes Wetter bei der Kilwi in Rust

Volksfestatmosphäre und bestes Wetter bei der Kilwi am Sonntag in Rust: Ältere Ruster fühlten sich in die 1950er Jahre versetzt, als Kilwi noch das wichtigste Volksfest in der Gemeinde war. Die Aktion des Gewerbeverbunds „Rust im Trend“ sprengte in diesem Jahr alle Erwartungen. Menschentrauben schoben sich über den Flohmarkt in der Hindenburgstraße und besuchten die Ruster Geschäfte, die am Sonntagnachmittag für sie geöffnet hatten.
29 Ruster Betriebe beteiligten sich an der Aktion und boten rund um den verkaufsoffenen Sonntag einige zusätzliche Aktionen. Auf Initiative von Silvia Kunzweiler hatten drei Graffitikünstler den Weg nach Rust gefunden und begeisterten mit ihren Werken die Besucher. David Rich aus Lahr, Tony Tuan Luong aus Offenburg und Simon Aves aus Ottenheim stellten eindrucksvoll an großen Tafeln ihre Kunst und Sprühkopffertigkeit unter Beweis. Am Ende der Veranstaltung, es wurde schon dunkel, gestalteten die drei Künstler zusammen ein Gesamtwerk, dem sie den Titel „Fox on fire“ gaben.
Graffitiarbeiten werden auf Weihnachtsmarkt versteigert
Die Fertigstellung feierten sie thematisch passend mit Feuerstößen aus zwei Sprühdosen und Tony Tuan Luong wusste sogar mit einer Breakdanceeinlage zu gefallen. Viele Kaufinteressierte gab es für die vier überdimensional großen Bilder der Künstler. Zur Beruhigung: Die Werke werden am Weihnachtsmarkt vom Gewerbeverbund zugunsten der beiden Vereine „einfach helfen“ und „Santa Isabel“ versteigert, sie sind also alle im Moment noch zu haben.
Mit von der Partie war auch kurzfristig die Feuerwehr, die neben praktischen Demonstrationen beim Rathaus auch für Fahrten in schwindelnde Höhe sorgte. Mit der Rettungshubbühne konnte man aus 30 Metern Höhe einen Panoramablick über die Gemeinde genießen oder den Europa-Park aus einer anderen Perspektive sehen.
Die Menschen sammelten in den Geschäften fleißig QR-Codes und Stempel, damit sie am Gewinnspiel des Verbunds teilnehmen konnten. Bei einem Würfelspiel galt es, das höchste Durchschnittswürfelergebnis zu erzielen. Beim Alten Rathaus spielte die Musikkapelle an ihrem Weinstand zum Platzkonzert auf.
Zwischen dem emsigen und geschäftigen Treiben zog stoisch und ruhig Paul Schludecker mit der Pferdekutsche seine Runden und sorgte mit zwei PS für den Transfer zwischen den Betrieben im Dorfkern und im Gewerbegebiet. Die Menschen genossen die Sonne, flanierten durch die Ruster Straßen oder beobachteten das Treiben aus den Biergärten der Gastronomen, die auch in diesem Jahr wieder ein spezielles Kilwi-Essen zu familienfreundlichen Preisen anboten. Auf dem Sonnenplatz drehte derweil das Kinderkarussell von Katja Benz gemächlich seine Runden.
Am Ende des Tages waren alle zufrieden: Die Ruster Gewerbetreibenden, die Verkäufer des Flohmarktes und die Besucher, von denen einer ein bisschen melancholisch meinte: „Es war wie früher an Kilwi, eigentlich hat nur die alte Schiffsschaukel gefehlt.“
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